Gesundheitsförderung? Gesundheitsmanagement?*

Was ist silent health management?

Der leise Weg zu mehr Gesundheit

Betriebliches Gesundheitsmanagement beginnt häufig mit einer umfassenden Untersuchung der Situation im Unternehmen oder gar mit einer Mitarbeiterbefragung. 

Wir halten das, offen gesagt, meist für Schmuck am Nachthemd. Meist reichen die Zahlen, die Sie selbst haben, drei sind besonders wichtig: das Durchschnittsalter Ihrer Belegschaft, der Krankenstand, aufgeteilt nach Kurzzeit- und Langzeiterkrankungen, und die Fluktuation. Wer diese Zahlen hat, weiß, wie groß sein betriebswirtschaftliches Problem ist. Wir sagen Ihnen anhand dieser Zahlen aus unserer langjährigen Erfahrung, wo der Schwerpunkt der Arbeit liegen sollte.

Die Ansatzpunkte für betriebliches Gesundheitsmanagement sind dabei überschaubar, dahinter steckt kein Geheimnis. Natürlich gehören dazu auch Gestaltung und Ausstattung der Arbeitsplätze und der Tätigkeit selbst. Wir entwickeln mit Ihnen eine Optimierung.

Vor allem anderen aber ist erster interner Ansatzpunkt für mehr Gesundheit immer die Führungskultur des Unternehmens.

Direkt mit der Führung zusammen hängt der zweite große Ansatz: Stress. Und um es klar zu sagen: Wenn die Führung Stress bei den Mitarbeitern verursacht, dann ist die Vermittlung von Entspannungstechniken wie EFT ungefähr so sinnvoll, wie eine große Kopfplatzwunde mit einem daumennagelgroßen Pflaster zu versorgen.

Beim Stress beginnt andererseits bereits der Übergang in den privaten Bereich des Mitarbeiter, in seine Eigenverantwortung, das gleiche gilt für die Ernährung und Bewegung. Pendeln (und heute pendeln 40% der Mitarbeiter) ist sozusagen die Stressbrücke zwischen dem Unternehmen und dem Zuhause. Schlaf und der sonstige individuelle Lebensstil betreffen die Privatsphäre.

Dennoch muss Gesundheitsmanagement, dass effektiv (und effizient) sein will, diese Bereiche mit einschließen. Die Lösung: Das alles findet nicht im Unternehmen statt, der Arbeitgeber schafft die Voraussetzungen im Unternehmen und gibt seinen Mitarbeitern den Zugang zu mehr Gesundheit, aber er mischt sich nicht aktiv ein. Silent health managament - denn leiser ist besser!

Moderne betriebliche Gesundheitsförderung ist kostengünstig, "gering-invasiv", motivierend, förderlich für die Eigenverantwortung jedes Einzelnen und dabei immer auf die Würde der Beteiligten bedacht. Wir nennen es silent health management.

silent health management

Betriebliches Gesundheitsmanagement heißt nicht, dass der Arbeitgeber selbst aktiv in die Gesunderhaltung oder gar in die Gesundung seiner Mitarbeiter eingreift. Dazu fehlen dem Arbeitgeber kurz gesagt die Kompetenz, die Legitimität und, trotz 24-Stunden-Erreichbarkeit, der (positive) Zugriff auf seine Mitarbeiter. 

Gesundheitsmanagement, falsch angegangen, kann zum zusätzlichen Stressor für die Mitarbeiter werden. Je weiter unten die Betroffenen in der Hierarchie angesiedelt sind, umso mehr wird diese Form des bGM zur Belastung. Plötzlich sollen sie außer auf den Computerbildschirm auch noch auf ihre Sitzhaltung achten oder statt abends direkt nachhause zu gehen, erst noch im betrieblichen Fitness-Studio schwitzen. Solche Fehler lösen mehr Stress aus und schaden damit der Gesundheit.

Auch die eine Zeitlang in vielen Unternehmen eingeführten "Gesundheitsprämien" sind eine Fehlallokation von Mitteln, die obendrein zu Folgeschäden führt.

Wenn Unternehmer etwas für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter tun (und sie sollten schon ein Eigeninteresse daran haben), dann effizient und mit dem größtmöglichen Nutzen für beide Seiten.

Wir nennen es silent health management.

Abgrenzung zur betrieblichen Risikobewertung

Wie unterscheidet sich betriebliches Gesundheitsmanagement von Risikobewertung und Risikomanagement am Arbeitsplatz?

Sinnvolle Maßnahmen

Der Arbeitgeber kann drei Dinge tun:

1. er muss seine Mitarbeiter betrieblich krankenversichern (insure),

2. er muss seine Organisation und Führung so gestalten, dass sie die Gesundheit nicht beeinträchtigt (healthify),

3. er muss Mitarbeiter befähigen, sich selbst um ihre Gesundheit zu kümmern (empower).

Denn diese Maßnahmen führen zu einer besseren Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter, ohne den Betriebsablauf zu stören oder Mitarbeiter zu demotivieren, und lohnen sich daher.

Das lohnt sich!

Nämlich dann, wenn Sie Gesundheitmanagement als silent health management gestalten:

  • Gering invasiv (soll heißen: Ohne betriebliche Abläufe durcheinander zu bringen),
  • von vorneherein kostenoptimiert (soll heißen: Sie zahlen nur für die betriebliche Krankenversicherung und bekommen das Gesundheitsmanagement "einfach so" dazu) und
  • effizient (soll heißen: Sie schließen die betriebliche Krankenversicherung ab und wir erledigen alles weitere).

*Ein Wort zu den Wörtern

Wir verwenden beide Begriffe, weil sie sich eingebürgert haben, sprechen aber lieber von Gesundheitsmanagement als von Gesundheitsförderung. Warum? Es ist in erster Linie eine Geschmacksfrage, wir hören bei "Förderung" oft zuviel paternalistische Beglückung und zuwenig Eigenverantwortung. Dennoch hat der Gedanke der Förderung natürlich seine Berechtigung, einem anderen zu helfen, ihn in seiner Entwicklung zu befördern ist nicht verwerflich, solange es nicht gegen seinen Willen erfolgt.